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Internetforum von Dr. Stefan Scheil

III. Rezensionen von "Logik der Mächte"

Holger v. Dobeneck in der "Jungen Freiheit" vom 31. März 2000
Jost Dülffer in der "Historischen Zeitschrift", Bd. 271, August 2000
Markus Lang in der "Zeitschrift für Politikwissenschaft" 3/2000
Max Schulte in "politik-buch.de" - Wahl
von "Logik der Mächte" zum "Buch der Woche"

Beate Ziegs in: "Deutschlandradio" 29. Dez. 2000:

"In den Jahren 1935/36 führte Mussolinis Italien einen brutalen Kolonialkrieg gegen das wehrlose Äthiopien - ohne Kriegserklärung. Von 1937 bis 1945 versuchte Japan mit aller Macht China zu vernichten - ohne Kriegserklärung. Im September 1939 marschierte die Sowjetunion in Polen ein, im Winter desselben Jahres griff sie Finnland an, im Sommer besetzte sie die baltischen Staaten - jedes Mal ohne Kriegserklärung.

Vietnam, Zypern, Bosnien, Kuwait: die Liste der im 20. Jahrhundert zwar geführten, aber nicht erklärten Kriege ließe sich fast endlos fortsetzen. Auch Hitlers Überfall auf Polen gehört in diese Liste - und war insofern globalpolitisch nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich war vielmehr, daß zwei Tage später, am 3. September 1939, eine formelle Kriegserklärung Frankreichs und Großbritanniens an Deutschland erging. Erst damit war der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Und entschieden war er ebenfalls bereits an diesem Tag, wie der Historiker und Philosoph Stefan Scheil in seinem Buch Logik der Mächte behauptet: In Berlin war man fassungslos. Mehr als die Frage: "Was nun?" fiel Hitler als unmittelbare Reaktion nicht ein, und auch die anderen NS-Größen hielten sich still und bedeckt. (...) Es waren nun eben die Deutschen, die nun einen Krieg am Hals hatten, in dem sie sich von Anfang an in einer strategisch katastrophalen Lage befanden. (...) Zügig entwickelte sich der Krieg zum Weltkrieg - und er besaß eine Eigendynamik, die jede "Entfesselung" durch Hitler überflüssig machte. Der deutsche Diktator hatte die Initiative bereits am 3. September unwiderruflich verloren.