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Internetforum von Dr. Stefan Scheil

Legenden, Gerüchte, Fehlurteile - Besprechungen

Meinrad Frhr. v. Ow in der "Jungen Freiheit" vom 16. Januar 2004:

Anton B. Knur in der "Preußischen Allgemeinen Zeitung vom 24. Februar 2004:

Wer sich wundert, in der seit November 2001 durch Deutschland ziehenden zweiten Reemtsma-Ausstellung kaum ein "Verbrechen der Wehrmacht" zu finden, die ihm ja in großer Zahl handfest bewiesen in die Augen springen müssten, stattdessen aber viele Belege für das Gegenteil, der sieht sich in Stefan Scheils Legenden, Gerüchte, Fehlurteile auf das profundeste bestätigt. Der promovierte Historiker, Jahrgang 63, hat noch ein halbes Jahr bevor die Ausstellung im Deutschen Museum in Berlin deponiert wird, eine Umstände und Quellen sorgfältig abwägende, eindeutig urteilende Kritik herausgebracht, die das Werk Reemtsmas so peinlich falsch aussehen lässt, dass dieser sich in einer normalen Gesellschaft nicht mehr sehen lassen könnte. Doch dazu bedürfte es bei uns wohl noch des Eklats einer für ihn entsprechend peinlich ausgehenden Gerichtsverhandlung. Hat der sonst so prozessfreudige Reemtsma Scheils "Kommentar" deshalb noch nicht angefochten?

Scheil untersucht die von der ersten Ausstellung übernommene "These ... dass die Wehrmacht als Institution während des Zweiten Weltkrieges an der Planung und Durchführung eines beispiellosen Rassen- und Vernichtungskrieges umfassend beteiligt war". Dabei konstatiert er zunächst das völlige Ausblenden der Brutalität der Kriegführung Stalins und auch der damaligen kriegsvölkerrechtlichen Lage. Sodann enthüllt er Stück für Stück die in Text und Bild gezeigten "Beweise". Gegen die behauptete Übereinstimmung der Wehrmachtsführung mit dem NS-Regime setzt er die Feststellungen des Nürnberger Sieger-Tribunals und der heutigen Geschichtswissenschaft. Selbst in der Ausstellung als Verbrecher hingestellte Generäle beweisen mit ihrem Verhalten das Gegenteil. Die Wehrmachtsführung hat Hitlers Befehl, Politkommissare zu erschießen (Kommissarbefehl), und seinen Erlass zum vereinfachten Standrecht (Kriegsgerichtsbarkeitserlass) nicht nur nicht initiiert, sondern erfolgreich hintertrieben oder unterlaufen. Die Wehrmacht hat auch die Verwaltung besetzter Gebiete erst auf Hitlers Entscheidung abgetreten. Es gab keinen Hungerplan oder Hungerkrieg gegen Bevölkerung und Kriegsgefangene. Die tatsächlichen Planungen beweisen selbst nach den in der Ausstellung gezeigten Dokumenten das Gegenteil. Die Belagerung Leningrads entsprach geltendem Kriegsvölkerrecht, war also kein Verbrechen. Der schon in der ersten Ausstellung gezeigte Brief eines Soldaten Franzl, der Judenmord der Wehrmacht belegen soll, ist ein Propaganda-Flugblatt eines Wiener Kreisleiters, was schon den Machern der ersten Ausstellung bewusst gewesen sein muss, weil sie einen gar nicht in den Kontext passenden Satz zur Vernichtung Wiener Kommunisten als einzigen ausgelassen hatten. In Lemberg haben die Sowjets nicht nur "mehrere hundert ...Mordopfer" hinterlassen, wie die Ausstellung sagt, sondern mindestens 2500.

Zur Behauptung, die Wehrmacht habe nichts gegen das folgende Pogrom gegen Juden unternommen, "belegen Dokumente genau das Gegenteil", wie Scheil den polnischen Historiker Musial aus der FAZ kurz nach Eröffnung der zweiten Ausstellung zitiert. Der Vorwurf, die Wehrmacht habe "eigenständig" am Völkermord mitgewirkt wird an in einem einzigen Fall an einer einzigen und als erpresst zurückgenommenen Aussage festgemacht, der zwei andere widersprechen; aus einer Zeugenaussage über 800 gerettete Menschen wird in der Ausstellung ein 800-facher Mord. Zwei gezeigte "Fälle" von Judenmorden ("Oberländer" und "Simfernopol) und ein "Fall" von verbrecherischen Versuchen eines Hamburger Militärarztes an russischen Kriegsgefangenen haben nie existiert. Beweise: deutsche und englische Gerichtsakten, also leicht auffindbare Quellen.

In der ganzen Ausstellung, die Millionen deutscher Soldaten das Stigma von Mördern oder Mordhelfern anheftet oder unterstellt, findet Scheil einen einzigen Fall einer zumindest wahrscheinlichen Erschießung von gefangenen Juden durch Freiwillige eines Landesschützenbataillons, also eines eindeutigen Verbrechens.

Nach dieser Lektüre fällt es schwer, bei Reemtsma und seinen Machern auch nur den Hauch von Gewissenhaftigkeit oder Wissenschaftlichkeit anzunehmen. Doch vielleicht sollte man trotzdem für dieses Machwerk dankbar sein: Wenn das langjährige, offenbar krampfhafte und sicherlich finanziell gut dotierte Suchen nach "Verbrechen der Wehrmacht" solch eine klägliche Ausbeute gebracht hat, dann liegt in der sogenannten Mär von der "sauberen Wehrmacht" wahrscheinlich doch viel Wahrheit. Möglicherweis werden spätere Historiker gerade diese Ausstellung in Verbindung mit Scheils Kommentar dafür als Beweis anführen.

Zusammenfassungen wichtiger Ergebnisse:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Alles suggeriert und nichts direkt behauptet" "Argumentation mit der Brechstange"