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22. Mai 2017

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"Retter der Wehrmacht" - Ein Offener Brief vom 18. Mai 2017

Sehr geehrter Herr Dr. Helmberger, sehr geehrte Damen und Herren,

Peter Liebs Besprechung meiner Veröffentlichung zur 707. Infanteriedivision in den "Sehepunkten" (http://www.sehepunkte.de/2017/04/29806.html) zeigt noch einmal das ganze Elend der Debatte um diesen Wehrmachtsverband. Eingangs referiert Lieb erneut die Aussagen jener recht überschaubaren Gruppe an Historikern wie etwa Christian Gerlach, Hannes Heer und ihm selbst, deren Äußerungen diese Debatte in den letzten zwei Jahrzehnten wesentlich bestimmt haben. Lieb spricht explizit von einer "Handvoll Historikern" die allein die Quellenkenntnis für eine entsprechende Debatte hätten. Man könnte auch sagen, diese Gruppe hat dafür gesorgt, daß die Debatte sich stets um sich selbst gedreht hat und entscheidende Aspekte konsequent ausgeblendet wurden. Um das zu sehen, muß man sich nicht als "Retter der Wehrmacht" fühlen, wie Lieb mir attestiert. Im Kern geht es mir in der Tat lediglich um die Frage, ob man es hier mit dem Sonderfall einer Wehrmachtseinheit zu tun hat, deren Führung in Eigeninitiative den Holocaust in Weißrußland vorangetrieben hat oder nicht. Lieb stellt diese Frage erneut nicht; er beginnt statt dessen mit der Behauptung, es gehe darum, "in welchem Ausmaß" die Division "eigenständig Massenerschießungen organisiert" habe. Hier wird also die Tat bereits vorausgesetzt.

Für diese Auffassung sprechen in der Tat mehrere in ausgesprochen antisemitisch-hetzerischem Stil verfasste Tagesbefehle der Divisionsführung, in denen die Ermordung von Juden allgemein gefordert und gebilligt wird. Sie stechen im übrigen, anders als Lieb dies darstellt, sowohl inhaltlich wie in der Diktion sehr deutlich aus sämtlichen anderen erhaltenen Tagesbefehlen heraus. Und sonst - nach zwei Jahrzehnten Debatte immer noch erstaunlich - spricht dafür eigentlich nichts. Die bezeichnenderweise von Lieb wie in einem Reflex in seiner Besprechung sofort wieder als Zeichen besonderer Brutalität angeführte Zahl von angeblich "10.431" erschossenen Gefangenen läßt sich der 707. Division überhaupt nicht zuordnen. Das hat die bundesdeutsche Nachkriegsjustiz ausdrücklich festgestellt, wie ich im Buch auch anführe. (S. 88) Der entsprechende Bericht gibt das nicht her. Zumindest wenn man ihn vorurteilsfrei liest, was für manche Historikergruppen offenbar ein Ding der Unmöglichkeit zu sein scheint, weil ihre Thesen im wesentlichen auf solchen nicht vorhandenen Zusammenhängen aufbauen.

In ähnlicher oder sogar noch stärkerer Weise gilt dies für andere Massaker und Massenerschießungen, die 1941 in Weißrußland stattgefunden haben. Sie wurden von den dortigen Dienststellen der SS und der Zivilverwaltung in Gang gesetzt. Das geht aus zeitgenössischen Quellen eindeutig hervor, in denen die Beteiligten die Verantwortung gelegentlich unfreiwillig gestanden (etwa in dem Bericht über das Massaker von Sluzk, der schon im Nürnberger Prozeß vorlag). Teilweise lobten und rühmten sie sich ausdrücklich dafür, dies "zweckmäßig" organisiert zu haben, und fühlten sich zu Auszeichnungen berechtigt. War dies doch die Stunde, da so mancher mit Judenmord seine Karriere befördern wollte. Auch hier hat die heute oft gescholtene bundesdeutsche Nachkriegsjustiz der 50er und 60er Jahre umfangreich ermittelt und diese Tatsache offengelegt. Auf diese Quellen habe ich u.a. für das Kapitel "Die Täter feiern sich" zurückgegriffen. (S. 51 ff.)

Dies ist der Stand der Dinge. Es gibt keine belastbaren Quellen, die die Divisionsführung der 707. Infanteriedivision mit der Initiative für den Holocaust in Weißrußland in Verbindung bringen oder mit der "Organisation" einzelner Massenerschießungen. Deren Verantwortung beschränkt sich - schwer genug - auf Mitwissen der Divisionsführung, auf Wegschauen bzw. Hinnahme des Geschehens und auf Hilfsdienste einzelner Einheiten bei Absperrmaßnahmen verschiedener Orte. Was darüber hinaus hier seit zwei Jahrzehnten aufgeführt wird, ist eine Scheindebatte. Auch deshalb hat übrigens Dr. Klaus Lankheit, der Archivdirektor des Instituts für Zeitgeschichte, in seiner Besprechung meines Buchs über die 707. Infanteriedivision für die Frankfurter Allgemeine zu mehr Selbstkritik unter Historikern aufgerufen - siehe unten. ( http://www.faz.net/…/die-707-infanteriedivision-holocaust-u… ) Leider offenbar vergeblich.

mit freundlichen Grüßen

Dr. Stefan Scheil

 

 

Über die Verlagsseite finden Sie die Rezension.

http://www.helios-verlag.com/zeitgeschichte/titel/707-infanteriedivision.html

Am 12. Dezember vor 100 Jahren: Das Friedensangebot der Mittelmächte an die Kriegsgegner in Paris, London und St. Petersburg. Ein Beitrag für die Junge Freiheit über die verspielte Chance auf Frieden und das Ende des Alten Europa.

Rückblick auf einen Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

Seit Jahrzehnten wird diskutiert, ob der Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg am Abend des 20. Juli 1944 seinem Erschießungskommando entgegengerufen hat, er sterbe für ein "geheimes" oder ein "heiliges" Deutschland. In einem Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeigte ich am 14. September auf, daß es noch eine dritte Möglichkeit gibt - nachzulesen im Wissenschaftsteil (S. N3 - Online über die Archiv-Funktion).


http://fazarchiv.faz.net/

NEUERSCHEINUNG:

707. Infanteriedivision - Strafverfolgung, Forschung und Polemik um einen Wehrmachtsverband in Weißrußland.

Meine neue Buchveröffentlichung ist im Helios Verlag erschienen.

Sie räumt mit den Mythen um diese Division auf, die seit den 1990ern zur Zielscheibe bundesdeutscher Geschichtsklitterei wurde. Es wurde versucht, am Beispiel dieser Einheit auch den Verbänden der deutschen Wehrmacht eine aktive Rolle bei der Ermordung der sowjetischen Juden zu attestieren. Richtig ist jedoch, daß die Entscheidungen in dieser Sache von nationalsozialistischen Dienststellen getroffen wurden und völlig an der Division vorbeiliefen. Auch die Morde selbst wurden von Einsatzgruppen und Polizeibatallionen begangen. Zwar wurde die Divisionsführung Zeuge und konnte nicht jede Verstrickung vermeiden, versuchte dies aber stets. Täter aus den Reihen der Division blieben Einzeltäter. Schließlich kann ich zeigen, wie sich NS-Dienststellen mit ihrer Verantwortung brüsteten und in vielen Dokumenten klar selbst bezichtigten. Ein düsteres und tragisches Kapitel auf einem komplizierten Kriegsschauplatz.

Hier geht es zur Januarausgabe 2017 des Nachrichtendienstes auf Vernichtungskrieg.de, dem Online-Portal zur Zeitgeschichte.

LETZTE ZEITUNGSBEITRÄGE

In der Jungen Freiheit am 1.9.2016: „Polens Kampf“ – den Versuch der neuen Warschauer Regierung, ein neues, nationales Geschichtsbild gegen die multikulturellen Vorgaben aus Brüssel durchzusetzen. Zu erinnern wären in Zusammenhang mit dem Jahr 1939 natürlich noch ganz andere Dinge.

In der Jungen Freiheit am 14.7.2016: „Weder Freund noch Partner“ – ein Überblick über die letzten dreihundert Jahre russisch-deutscher Konfliktgeschichte und ein Plädoyer für eine aktive deutsche Politik gemeinsam mit den europäischen Nationalstaaten, unter anderem mit Frankreich und Polen

"Lauter Mythen" - Warum Rudolf Heß vor 75 Jahren nach England flog, wie oft Deutschland 1939/41 den Frieden gesucht hat und warum der frühere britische Regierungschef David Lloyd George den Krieg gegen Deutschland im Jahr 1940 für "den bei weitem dümmsten Krieg" hielt, den Großbritannien je geführt habe.

Am 27. April 2016 mein Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Polnische Geschichte" - was die Warschauer Diplomatie 1939 alles richtig erkannt hat und was nicht. Klar ist nun, sie kannte das deutsch-sowjetische Geheimabkommen über die Interessensphären in Osteuropa. Polen war sich aber sicher, daß die Sowjetunion sich am Ende trotzdem nicht mit Deutschland einlassen würde - wenn die Westmächte fest zu Polen stehen würden. Ein Krimi kurz vor dem 1. September 1939.

2015 erschienen: Weserübung vs. Operation Stratford - wie die Alliierten 1940 den Krieg nach Skandinavien trugen.

Warum wurde Skandinavien im Zweiten Weltkrieg überhaupt zum Kriegsschauplatz? Die skandinavischen Länder wollten das nicht. Weder provozierte Finnland den sowjetischen Angriff von 1939, noch wünschte Norwegen im Jahr 1940 eine deutsche oder britisch-französische Invasion. Der Norden Europas wurde 1939/40 ein Beispiel für die Schwierigkeiten kleiner Länder, in Großkriegen ihre Neutralität zu schützen. Schließlich wurde die deutsche Landung in Norwegen befohlen, um die britische zu verhindern.

Bestellen Sie das Buch im Buchhandel, oder direkt beim Verlag Edition Antaios.

Zum Offenen Brief an den werten Kollegen Lothar Kettenacker aus dem Januar 2015 folgen Sie bitte dieser Weiterleitung.

Im Oktober 2014 neu erschienen - "MITTEN IM FRIEDEN ÜBERFÄLLT UNS FEIND" - Ein Rückblick auf die Kriegsschuld der Sieger am Ersten Weltkrieg in den Debatten der 1920er Jahre.

Aus dem Verlagstext: "Der Historiker Stefan Scheil macht uns in seiner verblüffenden Auswahl Quellen zugänglich, die dem Leser mehr als jede neue Studie verdeutlichen, wie zielstrebig die Siegermächte auf den Krieg zusteuerten."

Ja, man muß wohl davon ausgehen, daß der Krieg von 1914 da und dort gewollt und lange Jahre vorbereitet wurde, besonders in Paris und Moskau. Nicht der Weltkrieg als Millionenfaches Sterben, aber der Krieg als Wille und Weg zu schnellem Sieg und Eroberung gehörte dort zum Kalkül. Testen Sie das, was Sie schon immer über das Jahr 1914 zu wissen glaubten.

Bestellen Sie das Buch direkt beim Verlag Manuscriptum.

JETZT einsehbar: Die Dokumentation der Verleihung des Historikerpreises der Kronauer-Stiftung in Schweinfurt. am 4. Oktober 2014.

Den Text meiner Dankrede zur Preisverleihung finden Sie auch hier auf unseren Seiten.

Weitere Stellungnahmen zur pseudowissenschaftlichen Kritik von Prof. Wolfgang Benz und der Polemik der SPD-Landtagsfraktion gegen die Preisverleihung finden sich dort, aber auch hier im Pressearchiv. am 4. Oktober.

Weiterhin - Ein Kommentar und viele Korrekturen zum Wikipedia-Artikel über die Person Stefan Scheil. Die anonymen Machenschaften dort sind halt doch nur ein Denunziationsversuch.

Zur Leipziger Buchmesse 2013 ist meine Biographie Joachim von Ribbentrops offiziell erschienen: Ribbentrop - oder: Die Verlockung des nationalen Aufbruchs Sie zeigt die deutsche Außenpolitik und den Außenminister der Jahre 1938/39 zwischen der Versuchung, einen Großstaat zu konstruieren und der Angst vor einem britischen Angriffskrieg - die Geschichte einer gescheiterten Abschreckung.

Zur Einführung und dem Inhaltsverzeichnis geht es hier.

Eine umfangreiche Besprechung von "Ribbentrop" durch Ulrich Schlie hat am 2. Juni die Frankfurter Allgemeine Zeitung gebracht: "Dabei gelingen Scheil im Einzelnen immer wieder treffende und die Forschung voranbringende Erkenntnisse. So zertrümmert er den angeblichen Nachweis der "Unabhängigen Historikerkommission" des Auswärtigen Amts, die in ihrem 2010 veröffentlichten Buch "Das Amt und die Vergangenheit" behauptete, das Schicksal der deutschen Juden sei am 17. September 1941 bei einem Treffen Hitlers mit Ribbentrop besiegelt worden."

Aktuelle und frühere Presseerklärungen sind ab sofort im Pressearchiv abrufbar.

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Stefan Scheil

 

 

 

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